Straumann STMN.SW
Was macht Straumann?
Straumann ist ein Schweizer Medizintechnikkonzern und gehört zu den weltweit führenden Anbietern in der Zahnimplantologie und der restaurativen Zahnmedizin. Das Angebot umfasst Zahnimplantate samt Instrumenten und Prothetikkomponenten, CAD/CAM-gefertigten Zahnersatz, Biomaterialien zur Knochen- und Geweberegeneration sowie digitale Geräte und Software für Diagnose, Planung und Behandlung. Hinzu kommt der Bereich der Kieferorthopädie mit transparenten Alignern.
Umsätze erzielt das Unternehmen vor allem mit Zahnärzten, Kieferchirurgen, Kieferorthopäden und Dentallaboren, teils über Distributoren, teils im Direktvertrieb. Die Geschäftstätigkeit gliedert sich in regionale Vertriebseinheiten für Europa, Naher Osten und Afrika, Nordamerika, Asien-Pazifik und Lateinamerika sowie eine Einheit für Produktion und Betrieb. Im Wettbewerb setzt Straumann auf wissenschaftlich dokumentierte Produkte, eigene Oberflächentechnologien, ein breites Portfolio aus einer Hand und intensive Zahnarztschulung. Zu den Konkurrenten zählen andere große Dentalkonzerne sowie preisgünstigere Implantatanbieter und Aligner-Hersteller.
Score-Profil
Rang gegenüber Medizinbedarf (25 Unternehmen). 10 = Spitze der Gruppe, 5 = Mitte. Berechnet aus den Kennzahlen unten, ohne KI.
Kennzahlen im Branchenvergleich
Bei Profitabilität und Qualität liegt Straumann im Spitzenfeld der Gruppe Medizinbedarf (8,0/10). Beim Wachstum liegt das Unternehmen im Mittelfeld der Gruppe Medizinbedarf (5,1/10). Bei der Bewertung (je höher, desto günstiger) liegt die Aktie unter dem Durchschnitt der Gruppe Medizinbedarf (3,8/10). Bei der Finanzkraft liegt Straumann im Mittelfeld der Gruppe Medizinbedarf (4,6/10).
| Kennzahl | Aktie | Median Gruppe | Einordnung |
|---|---|---|---|
| KGV (erwartet) | 25,0x | 19,1x | besser als 30 % |
| KGV (aktuell) | 41,8x | 36,0x | besser als 31 % |
| PEG-Ratio | 1,2x | 1,4x | besser als 60 % |
| EV/EBITDA | 20,8x | 16,8x | besser als 35 % |
| Kurs-Umsatz-Verhältnis | 5,8x | 2,7x | besser als 26 % |
| Kurs-Buchwert-Verhältnis | 6,7x | 3,0x | besser als 10 % |
| Umsatzwachstum | 2,3 % | 6,3 % | besser als 32 % |
| Gewinnwachstum | 5,8 % | 0,0 % | besser als 70 % |
| Bruttomarge | 69,3 % | 54,8 % | besser als 82 % |
| Operative Marge | 25,1 % | 13,9 % | besser als 86 % |
| Nettomarge | 14,0 % | 8,6 % | besser als 74 % |
| Eigenkapitalrendite | 17,1 % | 6,8 % | besser als 78 % |
| Verschuldungsgrad (D/E) | 20,8 % | 33,6 % | besser als 62 % |
| Liquidität 3. Grades | 2,3x | 2,3x | besser als 46 % |
| Free-Cashflow-Rendite | 2,6 % | 3,3 % | besser als 30 % |
| Dividendenrendite | 1,0 % | 1,1 % | – |
| Ausschüttungsquote | 43,3 % | 34,1 % | – |
| Beta | 1,36 | 0,85 | – |
Bewertung: Was ist Straumann wert?
Zwei Bewertungswege – ein Discounted-Cashflow-Modell und die Bewertung mit den Median-Multiplikatoren der Branche – ergeben für Straumann eine Modell-Spanne von 41,48 CHF bis 78,06 CHF je Aktie.
19 Analysten, mittlere Empfehlung „Kaufen“, durchschnittliches Kursziel 113,21 CHF (+17,2 %).
Die vollständige DCF-Matrix, den Reverse-DCF (welches Wachstum der Kurs voraussetzt) und Szenarien enthält die Pro-Analyse.
Wovon das Geschäft abhängt
- Die Nachfrage nach Implantaten und Zahnersatz wächst mit alternder Bevölkerung und zunehmendem Bewusstsein für Zahnerhalt und Ästhetik.
- Der Ausbau digitaler Workflows und integrierter Lösungen bindet Zahnärzte langfristig an das Produktportfolio und fördert Zusatzverkäufe.
- Wachstum in Schwellenländern und der Ausbau des Direktvertriebs eröffnen zusätzliche Marktanteile und beeinflussen die Margenstruktur.
Risiken
- Zahnbehandlungen sind oft selbst zu bezahlen, weshalb Konjunkturschwäche und sinkende Konsumlaune die Nachfrage dämpfen können.
- Preisdruck durch Value-Anbieter und staatliche Preisregulierung, etwa Mengenbeschaffung in einzelnen Ländern, kann die Margen belasten.
- Als Schweizer Konzern mit globalem Geschäft ist Straumann Währungsschwankungen sowie regulatorischen und Produkthaftungsrisiken ausgesetzt.
Worauf du bei Straumann achten solltest
Das organische Umsatzwachstum, bereinigt um Währungs- und Übernahmeeffekte, zeigt, ob Straumann tatsächlich Marktanteile gewinnt und die Nachfrage nach Implantaten und Alignern trägt.