Siltronic WAF.DE
Was macht Siltronic?
Siltronic entwickelt und fertigt Wafer aus hochreinem Silizium, die als Grundmaterial für nahezu alle Halbleiterbauelemente dienen. Das Sortiment umfasst polierte und epitaktische Wafer sowie Float-Zone-Wafer für Leistungshalbleiter und diskrete Anwendungen. Die Scheiben kommen in Speicherchips wie DRAM und NAND, in Logikbausteinen sowie in der Leistungselektronik zum Einsatz, etwa in Computern, Smartphones, Industrieanlagen, Windkraftanlagen und Fahrzeugen.
Umsatz erzielt das Unternehmen durch den Verkauf an Chiphersteller und Auftragsfertiger weltweit, wobei Asien eine zentrale Absatzregion ist. Die Lieferbeziehungen sind häufig über mehrjährige Verträge und enge Qualifizierungsprozesse mit den Kunden geprägt. Im Wettbewerb gehört Siltronic zu einer sehr kleinen Gruppe global führender Waferhersteller, die vor allem aus Japan, Taiwan und Südkorea stammen. Differenzierung entsteht über Materialqualität, Prozesskompetenz bei großen Scheibendurchmessern und die Nähe zu den Technologiesprüngen der Kunden. Das Geschäft ist kapitalintensiv und erfordert dauerhaft hohe Investitionen in Fertigungskapazitäten.
Score-Profil
Rang gegenüber Halbleiter (41 Unternehmen). 10 = Spitze der Gruppe, 5 = Mitte. Berechnet aus den Kennzahlen unten, ohne KI.
Kennzahlen im Branchenvergleich
Bei Profitabilität und Qualität liegt Siltronic im unteren Fünftel der Gruppe Halbleiter (0,8/10). Beim Wachstum liegt das Unternehmen unter dem Durchschnitt der Gruppe Halbleiter (2,2/10). Bei der Bewertung (je höher, desto günstiger) liegt die Aktie im Mittelfeld der Gruppe Halbleiter (5,8/10). Bei der Finanzkraft liegt Siltronic im unteren Fünftel der Gruppe Halbleiter (1,8/10).
| Kennzahl | Aktie | Median Gruppe | Einordnung |
|---|---|---|---|
| KGV (erwartet) | -16,2x | 21,2x | besser als 0 % |
| EV/EBITDA | 11,0x | 26,0x | besser als 85 % |
| Kurs-Umsatz-Verhältnis | 1,5x | 7,9x | besser als 89 % |
| Kurs-Buchwert-Verhältnis | 0,9x | 5,8x | besser als 96 % |
| Umsatzwachstum | -2,3 % | 21,7 % | besser als 16 % |
| Gewinnwachstum | 0,0 % | 10,6 % | besser als 29 % |
| Bruttomarge | -3,4 % | 53,2 % | besser als 4 % |
| Operative Marge | -16,1 % | 14,0 % | besser als 6 % |
| Nettomarge | -14,8 % | 7,8 % | besser als 9 % |
| Eigenkapitalrendite | -10,4 % | 7,2 % | besser als 13 % |
| Verschuldungsgrad (D/E) | 66,4 % | 31,5 % | besser als 23 % |
| Liquidität 3. Grades | 1,9x | 3,2x | besser als 21 % |
| Free-Cashflow-Rendite | -1,5 % | 1,0 % | besser als 9 % |
| Dividendenrendite | 0,3 % | 1,2 % | – |
| Ausschüttungsquote | 20,6 % | 42,4 % | – |
| Beta | 1,53 | 1,83 | – |
Bewertung: Was ist Siltronic wert?
Für Siltronic liefern die Daten derzeit keine belastbare Modell-Spanne (z. B. negativer Free Cashflow oder fehlende Vergleichswerte). Die Pro-Analyse ordnet die Bewertung in diesem Fall qualitativ ein.
10 Analysten, mittlere Empfehlung „Kaufen“, durchschnittliches Kursziel 97,60 EUR (+60,9 %).
Die vollständige DCF-Matrix, den Reverse-DCF (welches Wachstum der Kurs voraussetzt) und Szenarien enthält die Pro-Analyse.
Wovon das Geschäft abhängt
- Die Nachfrage nach Wafern folgt der Auslastung und dem Ausbau der Fertigungskapazitäten von Chipherstellern weltweit.
- Strukturelles Wachstum bei Speicher, Rechenzentren, Elektromobilität und Leistungselektronik erhöht langfristig den Bedarf an Siliziumscheiben.
- Langfristige Lieferverträge und hohe Qualifizierungshürden stabilisieren Absatzmengen und Preise, soweit die Auslastung der Werke hoch bleibt.
Risiken
- Die Halbleiterbranche ist zyklisch; Nachfrageeinbrüche führen rasch zu Unterauslastung und belasten wegen hoher Fixkosten die Ergebnisse.
- Hohe Energiekosten und Investitionsbedarf in Produktionsanlagen belasten Margen und freien Cashflow, besonders bei Preisdruck.
- Die Abhängigkeit von wenigen Großkunden und Asien sowie geopolitische Handelsbeschränkungen können Absatz und Lieferketten beeinträchtigen.
Worauf du bei Siltronic achten solltest
Die EBITDA-Marge zeigt, wie gut hohe Fixkosten bei schwankender Auslastung getragen werden, und erlaubt Vergleiche über Zyklusphasen trotz hoher Abschreibungen.