Infineon IFX.DE
Was macht Infineon?
Infineon entwickelt, fertigt und vertreibt Halbleiter und halbleiterbasierte Lösungen, mit Schwerpunkt auf Leistungselektronik, Mikrocontrollern, Sensorik und Sicherheitslösungen. Das Unternehmen mit Sitz in Neubiberg bei München gehört zu den großen europäischen Halbleiterherstellern und beliefert Kunden weltweit, unter anderem in Europa, Asien und Nordamerika.
Umsatz entsteht in mehreren Segmenten. Das Automobilgeschäft liefert Mikrocontroller, Leistungshalbleiter, Sensoren und Speicherchips für Assistenz- und Sicherheitssysteme, Antriebsstränge, Komfortelektronik und Infotainment. Das Segment Green Industrial Power bietet IGBTs sowie Siliziumkarbid-Bauelemente und Module für Energieerzeugung, Energieübertragung, Industrieantriebe und Haushaltsgeräte. Weitere Bereiche decken Stromversorgungen und Sensorlösungen sowie vernetzte Sicherheitslösungen ab. Im Wettbewerb ist Infineon vor allem bei Leistungshalbleitern und Automobilchips stark positioniert und konkurriert mit anderen internationalen Anbietern aus Europa, den USA und Asien.
Score-Profil
Rang gegenüber Halbleiter (41 Unternehmen). 10 = Spitze der Gruppe, 5 = Mitte. Berechnet aus den Kennzahlen unten, ohne KI.
Kennzahlen im Branchenvergleich
Bei Profitabilität und Qualität liegt Infineon im Mittelfeld der Gruppe Halbleiter (4,5/10). Beim Wachstum liegt das Unternehmen im Mittelfeld der Gruppe Halbleiter (4,7/10). Bei der Bewertung (je höher, desto günstiger) liegt die Aktie über dem Durchschnitt der Gruppe Halbleiter (6,3/10). Bei der Finanzkraft liegt Infineon im Mittelfeld der Gruppe Halbleiter (4,2/10).
| Kennzahl | Aktie | Median Gruppe | Einordnung |
|---|---|---|---|
| KGV (erwartet) | 18,6x | 21,2x | besser als 55 % |
| KGV (aktuell) | 55,7x | 50,9x | besser als 43 % |
| PEG-Ratio | 0,4x | 0,9x | besser als 81 % |
| EV/EBITDA | 17,7x | 26,0x | besser als 53 % |
| Kurs-Umsatz-Verhältnis | 4,5x | 7,9x | besser als 65 % |
| Kurs-Buchwert-Verhältnis | 4,0x | 5,8x | besser als 69 % |
| Umsatzwachstum | 12,6 % | 21,7 % | besser als 35 % |
| Gewinnwachstum | 39,6 % | 10,6 % | besser als 59 % |
| Bruttomarge | 41,1 % | 53,2 % | besser als 28 % |
| Operative Marge | 14,2 % | 14,0 % | besser als 52 % |
| Nettomarge | 7,8 % | 7,8 % | besser als 50 % |
| Eigenkapitalrendite | 7,0 % | 7,2 % | besser als 48 % |
| Verschuldungsgrad (D/E) | 40,2 % | 31,5 % | besser als 43 % |
| Liquidität 3. Grades | 1,7x | 3,2x | besser als 16 % |
| Free-Cashflow-Rendite | 2,5 % | 1,0 % | besser als 69 % |
| Dividendenrendite | 0,7 % | 1,2 % | – |
| Ausschüttungsquote | 38,0 % | 42,4 % | – |
| Beta | 1,91 | 1,83 | – |
Bewertung: Was ist Infineon wert?
Zwei Bewertungswege – ein Discounted-Cashflow-Modell und die Bewertung mit den Median-Multiplikatoren der Branche – ergeben für Infineon eine Modell-Spanne von 25,07 EUR bis 80,12 EUR je Aktie.
24 Analysten, mittlere Empfehlung „Kaufen“, durchschnittliches Kursziel 86,92 EUR (+62,6 %).
Die vollständige DCF-Matrix, den Reverse-DCF (welches Wachstum der Kurs voraussetzt) und Szenarien enthält die Pro-Analyse.
Wovon das Geschäft abhängt
- Die Nachfrage der Automobilindustrie nach Halbleitern steigt mit zunehmender Elektrifizierung, Assistenzsystemen und wachsendem Elektronikanteil je Fahrzeug.
- Investitionen in erneuerbare Energien, Stromnetze und energieeffiziente Industrieantriebe treiben den Absatz von Leistungshalbleitern.
- Technologische Führung bei Siliziumkarbid und Leistungselektronik sowie Auslastung der eigenen Fertigung beeinflussen Margen und Ergebnis.
Risiken
- Die Halbleiterbranche ist zyklisch, sodass Nachfrageschwankungen und Lagerabbau bei Kunden Umsatz und Auslastung stark belasten können.
- Hohe Investitionen in Fertigungskapazitäten binden Kapital und erhöhen bei schwacher Nachfrage den Druck auf Margen und Cashflow.
- Handelsbeschränkungen, geopolitische Spannungen und wachsender Wettbewerb, insbesondere aus Asien, können Absatzmärkte und Preise beeinträchtigen.
Worauf du bei Infineon achten solltest
Die Segmentmarge zeigt, wie profitabel Infineon in den einzelnen Geschäftsfeldern arbeitet und wie gut die kapitalintensive Fertigung im Konjunkturzyklus ausgelastet ist.