Raiffeisen Bank International RBI.VI
Was macht Raiffeisen Bank International?
Die Raiffeisen Bank International ist eine österreichische Bankengruppe mit Sitz in Wien und gehört zum Raiffeisen-Sektor. Sie betreut Firmenkunden, Privatkunden und institutionelle Kunden und bietet Kontoführung, Zahlungsverkehr, Kredite, Leasing, Handels- und Exportfinanzierung, Faktoring sowie Dienstleistungen im Investmentbanking und im Wertpapiergeschäft an.
Das Geschäft ist stark auf Zentral- und Osteuropa ausgerichtet, ergänzt um das Heimatgeschäft in Österreich. Geld verdient die Gruppe vor allem mit dem Zinsüberschuss aus Kredit- und Einlagengeschäft sowie mit Provisionen aus Zahlungsverkehr, Wertpapier- und Finanzierungsdienstleistungen. Über Tochterbanken in mehreren Ländern ist sie dort im Firmen- und Privatkundengeschäft vertreten. Im Wettbewerb positioniert sie sich als regional verankerte Universalbank mit grenzüberschreitender Kompetenz für international tätige Unternehmen, konkurriert aber vor Ort mit lokalen Instituten und anderen internationalen Großbanken.
Score-Profil
Rang gegenüber Regionalbanken (94 Unternehmen). 10 = Spitze der Gruppe, 5 = Mitte. Berechnet aus den Kennzahlen unten, ohne KI.
Kennzahlen im Branchenvergleich
Bei Profitabilität und Qualität liegt Raiffeisen Bank International im Mittelfeld der Gruppe Regionalbanken (5,3/10). Beim Wachstum liegt das Unternehmen im unteren Fünftel der Gruppe Regionalbanken (2,0/10). Bei der Bewertung (je höher, desto günstiger) liegt die Aktie im Spitzenfeld der Gruppe Regionalbanken (9,2/10). Bei der Finanzkraft liegt Raiffeisen Bank International im Mittelfeld der Gruppe Regionalbanken (4,3/10).
| Kennzahl | Aktie | Median Gruppe | Einordnung |
|---|---|---|---|
| KGV (erwartet) | 8,9x | 10,2x | besser als 84 % |
| KGV (aktuell) | 7,8x | 12,1x | besser als 99 % |
| PEG-Ratio | 2,8x | 1,7x | besser als 18 % |
| Kurs-Umsatz-Verhältnis | 2,1x | 3,7x | besser als 99 % |
| Kurs-Buchwert-Verhältnis | 0,9x | 1,3x | besser als 94 % |
| Umsatzwachstum | 1,8 % | 8,4 % | besser als 20 % |
| Gewinnwachstum | 0,0 % | 11,0 % | besser als 20 % |
| Bruttomarge | 0,0 % | 0,0 % | besser als 50 % |
| Operative Marge | 51,3 % | 45,0 % | besser als 76 % |
| Nettomarge | 27,9 % | 31,8 % | besser als 20 % |
| Eigenkapitalrendite | 12,2 % | 10,8 % | besser als 65 % |
| Verschuldungsgrad (D/E) | 0,0 % | 0,0 % | besser als 50 % |
| Free-Cashflow-Rendite | 0,0 % | 0,0 % | besser als 50 % |
| Dividendenrendite | 2,8 % | 2,9 % | – |
| Ausschüttungsquote | 22,0 % | 36,2 % | – |
| Beta | 1,31 | 0,83 | – |
Bewertung: Was ist Raiffeisen Bank International wert?
Zwei Bewertungswege – ein Discounted-Cashflow-Modell und die Bewertung mit den Median-Multiplikatoren der Branche – ergeben für Raiffeisen Bank International eine Modell-Spanne von 65,31 EUR bis 79,54 EUR je Aktie.
12 Analysten, mittlere Empfehlung „Kaufen“, durchschnittliches Kursziel 60,84 EUR (+6,8 %).
Die vollständige DCF-Matrix, den Reverse-DCF (welches Wachstum der Kurs voraussetzt) und Szenarien enthält die Pro-Analyse.
Wovon das Geschäft abhängt
- Der Zinsüberschuss hängt vom Zinsniveau, der Zinsmarge und dem Volumen von Krediten und Einlagen in den Märkten ab.
- Provisionserträge aus Zahlungsverkehr, Handelsfinanzierung und Wertpapiergeschäft stützen das Ergebnis unabhängig von der Zinsentwicklung.
- Die Wirtschaftsentwicklung in Zentral- und Osteuropa bestimmt Kreditnachfrage, Kundengeschäft und die Höhe der Risikovorsorge.
Risiken
- Politische und geopolitische Spannungen in den Kernmärkten können Geschäft, Kapitalverkehr und Bewertung einzelner Tochterbanken belasten.
- Kreditausfälle steigen bei wirtschaftlicher Schwäche und erhöhen die Risikovorsorge, was das Ergebnis direkt mindert.
- Währungsschwankungen, Regulierung und Sonderbelastungen wie Bankensteuern oder Rechtsstreitigkeiten wirken auf Gewinn und Kapitalausstattung.
Worauf du bei Raiffeisen Bank International achten solltest
Die harte Kernkapitalquote ist besonders aussagekräftig, weil sie zeigt, wie viel Verlustpuffer die Bank bei Kreditausfällen und Marktstress hat und wie viel Spielraum für Ausschüttungen bleibt.