Merck & Co. MRK
Was macht Merck & Co.?
Merck & Co. ist ein global tätiger Pharmakonzern mit Sitz in den USA. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vermarktet verschreibungspflichtige Arzneimittel und Impfstoffe für Humanmedizin sowie Produkte der Tiergesundheit. Der Schwerpunkt liegt auf Onkologie, Impfstoffen, Infektionskrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krankenhausmedikamenten. Zu den bekanntesten Marken zählen der PD-1-Antikörper Keytruda, die HPV-Impfstoffreihe Gardasil sowie Präparate wie Welireg, Winrevair und Bridion.
Umsätze erzielt Merck vor allem mit Großhändlern, Apotheken, Krankenhäusern, Gesundheitssystemen und staatlichen Impfprogrammen. Ergänzt wird das Pharmageschäft durch die Tiergesundheitssparte, die Nutztiere, Heimtiere und Aquakultur bedient. Im Wettbewerb gehört Merck zu den größten forschenden Arzneimittelherstellern weltweit und konkurriert mit Konzernen wie Pfizer, Bristol Myers Squibb, Roche und AstraZeneca. Die Position stützt sich auf eine umfangreiche Forschungspipeline, Patentschutz, Zulassungsexpertise und globale Vertriebsstrukturen. Zugleich ist das Ergebnis stark an einzelne Blockbuster-Produkte gekoppelt. Verwechslungen mit der deutschen Merck KGaA sind zu vermeiden, da es sich um getrennte Unternehmen handelt.
Score-Profil
Rang gegenüber Pharma (15 Unternehmen). 10 = Spitze der Gruppe, 5 = Mitte. Berechnet aus den Kennzahlen unten, ohne KI.
Kennzahlen im Branchenvergleich
Bei Profitabilität und Qualität liegt Merck & Co. unter dem Durchschnitt der Gruppe Pharma (3,3/10). Beim Wachstum liegt das Unternehmen im Mittelfeld der Gruppe Pharma (5,5/10). Bei der Bewertung (je höher, desto günstiger) liegt die Aktie im Mittelfeld der Gruppe Pharma (4,8/10). Bei der Finanzkraft liegt Merck & Co. im Mittelfeld der Gruppe Pharma (5,2/10).
| Kennzahl | Aktie | Median Gruppe | Einordnung |
|---|---|---|---|
| KGV (erwartet) | 15,2x | 15,2x | besser als 50 % |
| KGV (aktuell) | 111,9x | 31,0x | besser als 4 % |
| PEG-Ratio | 2,7x | 2,8x | besser als 57 % |
| EV/EBITDA | 13,7x | 13,7x | besser als 50 % |
| Kurs-Umsatz-Verhältnis | 5,2x | 4,3x | besser als 37 % |
| Kurs-Buchwert-Verhältnis | 8,3x | 6,8x | besser als 32 % |
| Umsatzwachstum | 5,1 % | 4,7 % | besser als 57 % |
| Gewinnwachstum | 0,0 % | 0,0 % | besser als 53 % |
| Bruttomarge | 75,9 % | 74,2 % | besser als 70 % |
| Operative Marge | -0,2 % | 27,9 % | besser als 3 % |
| Nettomarge | 4,8 % | 10,4 % | besser als 23 % |
| Eigenkapitalrendite | 7,0 % | 20,0 % | besser als 37 % |
| Verschuldungsgrad (D/E) | 128,4 % | 128,4 % | besser als 50 % |
| Liquidität 3. Grades | 1,3x | 1,3x | besser als 57 % |
| Free-Cashflow-Rendite | 4,4 % | 4,4 % | besser als 50 % |
| Dividendenrendite | 2,4 % | 2,3 % | – |
| Ausschüttungsquote | 266,7 % | 62,4 % | – |
| Beta | 0,22 | 0,33 | – |
Bewertung: Was ist Merck & Co. wert?
Zwei Bewertungswege – ein Discounted-Cashflow-Modell und die Bewertung mit den Median-Multiplikatoren der Branche – ergeben für Merck & Co. eine Modell-Spanne von 120,49 USD bis 194,01 USD je Aktie.
25 Analysten, mittlere Empfehlung „Kaufen“, durchschnittliches Kursziel 159,76 USD (+13,4 %).
Die vollständige DCF-Matrix, den Reverse-DCF (welches Wachstum der Kurs voraussetzt) und Szenarien enthält die Pro-Analyse.
Wovon das Geschäft abhängt
- Der Umsatz hängt maßgeblich vom Erfolg weniger umsatzstarker Medikamente, insbesondere in der Onkologie, ab.
- Neue Zulassungen, Indikationserweiterungen und erfolgreiche klinische Studien sichern langfristig den Nachschub an patentgeschützten Produkten.
- Impfstoffnachfrage und staatliche Impfempfehlungen prägen das Wachstum der Vakzinsparte und die Auslastung der Produktion.
Risiken
- Der Ablauf von Patenten führt zu Generika- und Biosimilar-Wettbewerb und kann bedeutende Umsatzträger erheblich unter Druck setzen.
- Preisregulierung, Verhandlungen mit staatlichen Programmen und politische Eingriffe in die Arzneimittelpreise belasten die Margen.
- Fehlschläge in klinischen Studien oder Zulassungsverfahren können hohe Forschungsinvestitionen entwerten und die Pipeline schwächen.
Worauf du bei Merck & Co. achten solltest
Der Anteil des umsatzstärksten Produkts am Gesamtumsatz zeigt die Abhängigkeit von einzelnen Blockbustern und damit das Risiko beim Patentablauf.