Amgen AMGN
Was macht Amgen?
Amgen ist ein US-amerikanisches Biotechnologieunternehmen, das Medikamente auf Basis biologischer Verfahren entdeckt, entwickelt, herstellt und weltweit vertreibt. Der Schwerpunkt liegt auf Therapien für schwere Erkrankungen, darunter Entzündungs- und Autoimmunerkrankungen, Osteoporose, Herz-Kreislauf-Leiden sowie Krebs- und Bluterkrankungen.
Umsätze erzielt Amgen vor allem mit verschreibungspflichtigen Medikamenten wie Enbrel, Otezla, Prolia, Xgeva, Repatha, Nplate, Kyprolis und Evenity. Abnehmer sind überwiegend Großhändler, Apothekenketten, Kliniken und staatliche Gesundheitssysteme. Im Wettbewerb steht das Unternehmen mit anderen großen Pharma- und Biotechnologiekonzernen. Seine Position stützt sich auf eigene Forschung, umfangreiche Erfahrung in der Biologika-Produktion und ein breites Portfolio etablierter Präparate. Zunehmend konkurrieren jedoch Nachahmerprodukte, sogenannte Biosimilars, mit einzelnen Kernpräparaten.
Score-Profil
Rang gegenüber Pharma (15 Unternehmen). 10 = Spitze der Gruppe, 5 = Mitte. Berechnet aus den Kennzahlen unten, ohne KI.
Kennzahlen im Branchenvergleich
Bei Profitabilität und Qualität liegt Amgen über dem Durchschnitt der Gruppe Pharma (7,0/10). Beim Wachstum liegt das Unternehmen im Spitzenfeld der Gruppe Pharma (8,0/10). Bei der Bewertung (je höher, desto günstiger) liegt die Aktie unter dem Durchschnitt der Gruppe Pharma (3,2/10). Bei der Finanzkraft liegt Amgen im Mittelfeld der Gruppe Pharma (4,1/10).
| Kennzahl | Aktie | Median Gruppe | Einordnung |
|---|---|---|---|
| KGV (erwartet) | 18,5x | 15,2x | besser als 17 % |
| KGV (aktuell) | 28,1x | 31,0x | besser als 58 % |
| PEG-Ratio | 2,7x | 2,8x | besser als 57 % |
| EV/EBITDA | 16,5x | 13,7x | besser als 23 % |
| Kurs-Umsatz-Verhältnis | 6,4x | 4,3x | besser als 30 % |
| Kurs-Buchwert-Verhältnis | 20,9x | 6,8x | besser als 11 % |
| Umsatzwachstum | 9,5 % | 4,7 % | besser als 77 % |
| Gewinnwachstum | 64,9 % | 0,0 % | besser als 83 % |
| Bruttomarge | 71,9 % | 74,2 % | besser als 37 % |
| Operative Marge | 35,6 % | 27,9 % | besser als 70 % |
| Nettomarge | 23,0 % | 10,4 % | besser als 83 % |
| Eigenkapitalrendite | 91,5 % | 20,0 % | besser als 90 % |
| Verschuldungsgrad (D/E) | 490,3 % | 128,4 % | besser als 10 % |
| Liquidität 3. Grades | 1,4x | 1,3x | besser als 70 % |
| Free-Cashflow-Rendite | 3,5 % | 4,4 % | besser als 43 % |
| Dividendenrendite | 2,2 % | 2,3 % | – |
| Ausschüttungsquote | 60,9 % | 62,4 % | – |
| Beta | 0,41 | 0,33 | – |
Bewertung: Was ist Amgen wert?
Zwei Bewertungswege – ein Discounted-Cashflow-Modell und die Bewertung mit den Median-Multiplikatoren der Branche – ergeben für Amgen eine Modell-Spanne von 362,75 USD bis 600,58 USD je Aktie.
29 Analysten, mittlere Empfehlung „Halten“, durchschnittliches Kursziel 397,32 USD (−12,1 %).
Die vollständige DCF-Matrix, den Reverse-DCF (welches Wachstum der Kurs voraussetzt) und Szenarien enthält die Pro-Analyse.
Wovon das Geschäft abhängt
- Die Nachfrage nach etablierten Biologika in chronischen Indikationen sorgt für wiederkehrende Umsätze aus verschreibungspflichtigen Medikamenten.
- Erfolgreiche Forschung und Zulassungen neuer Wirkstoffe ersetzen auslaufende Produkte und erweitern das Portfolio.
- Eigene Biologika-Produktion und Skaleneffekte unterstützen die Profitabilität, ebenso Erstattungsentscheidungen von Versicherern und Gesundheitssystemen.
Risiken
- Patentabläufe und Biosimilar-Wettbewerb können Umsätze wichtiger Kernpräparate deutlich unter Druck setzen.
- Staatliche Preisregulierung und der Verhandlungsdruck von Kostenträgern begrenzen die Preissetzung bei Medikamenten.
- Forschungsprojekte können in klinischen Studien oder im Zulassungsverfahren scheitern und binden hohe Investitionen.
Worauf du bei Amgen achten solltest
Der Anteil der Forschungs- und Entwicklungsausgaben am Umsatz ist aufschlussreich, da er zeigt, wie stark in den Ersatz auslaufender Produkte investiert wird.