L'Oréal OR.PA
Was macht L'Oréal?
L'Oréal ist der weltweit größte Kosmetikkonzern mit Sitz in Frankreich. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Produkte für Hautpflege, Make-up, Haarpflege, Haarfarbe und Parfüm für Frauen und Männer. Das Geschäft gliedert sich in vier Divisionen: Professional Products (Friseursalons), Consumer Products (Massenmarkt), Luxe (Prestigeprodukte) und Dermatological Beauty (dermatologisch empfohlene Pflege).
Umsätze entstehen über Drogerien, Supermärkte, Kaufhäuser, Parfümerien, Friseursalons, Apotheken sowie wachsend über den Onlinehandel und eigene Kanäle. Das Markenportfolio reicht von Massenmarken wie L'Oréal Paris, Garnier und Maybelline New York über Salonmarken wie Kérastase bis zu Luxusmarken wie Lancôme, Yves Saint Laurent Beauté und Armani Beauty, ergänzt durch Lizenzmarken von Modehäusern. Im Wettbewerb profitiert L'Oréal von breiter Marktabdeckung, hohen Forschungsaufwendungen, großer regionaler Streuung und starker Werbe- und Vertriebsmacht. Konkurrenten sind unter anderem Estée Lauder, Procter & Gamble, Unilever, Shiseido und Coty.
Score-Profil
Rang gegenüber Haushalts- & Körperpflege (18 Unternehmen). 10 = Spitze der Gruppe, 5 = Mitte. Berechnet aus den Kennzahlen unten, ohne KI.
Kennzahlen im Branchenvergleich
Bei Profitabilität und Qualität liegt L'Oréal im Spitzenfeld der Gruppe Haushalts- & Körperpflege (8,8/10). Beim Wachstum liegt das Unternehmen im Spitzenfeld der Gruppe Haushalts- & Körperpflege (8,1/10). Bei der Bewertung (je höher, desto günstiger) liegt die Aktie im unteren Fünftel der Gruppe Haushalts- & Körperpflege (1,6/10). Bei der Finanzkraft liegt L'Oréal unter dem Durchschnitt der Gruppe Haushalts- & Körperpflege (4,0/10).
| Kennzahl | Aktie | Median Gruppe | Einordnung |
|---|---|---|---|
| KGV (erwartet) | 27,9x | 15,1x | besser als 8 % |
| KGV (aktuell) | 36,0x | 25,6x | besser als 27 % |
| PEG-Ratio | 2,7x | 2,2x | besser als 44 % |
| EV/EBITDA | 23,4x | 13,4x | besser als 8 % |
| Kurs-Umsatz-Verhältnis | 5,0x | 2,3x | besser als 3 % |
| Kurs-Buchwert-Verhältnis | 6,7x | 3,9x | besser als 22 % |
| Umsatzwachstum | 5,8 % | 1,7 % | besser als 86 % |
| Gewinnwachstum | 5,4 % | 0,0 % | besser als 75 % |
| Bruttomarge | 74,4 % | 54,9 % | besser als 92 % |
| Operative Marge | 21,3 % | 14,5 % | besser als 92 % |
| Nettomarge | 13,9 % | 9,0 % | besser als 92 % |
| Eigenkapitalrendite | 19,4 % | 12,5 % | besser als 75 % |
| Verschuldungsgrad (D/E) | 49,3 % | 79,5 % | besser als 74 % |
| Liquidität 3. Grades | 1,0x | 1,1x | besser als 31 % |
| Free-Cashflow-Rendite | 2,8 % | 4,4 % | besser als 16 % |
| Dividendenrendite | 1,7 % | 2,8 % | – |
| Ausschüttungsquote | 61,1 % | 82,3 % | – |
| Beta | 0,86 | 0,72 | – |
Bewertung: Was ist L'Oréal wert?
Zwei Bewertungswege – ein Discounted-Cashflow-Modell und die Bewertung mit den Median-Multiplikatoren der Branche – ergeben für L'Oréal eine Modell-Spanne von 229,76 EUR bis 378,51 EUR je Aktie.
24 Analysten, mittlere Empfehlung „Kaufen“, durchschnittliches Kursziel 431,75 EUR (+1,9 %).
Die vollständige DCF-Matrix, den Reverse-DCF (welches Wachstum der Kurs voraussetzt) und Szenarien enthält die Pro-Analyse.
Wovon das Geschäft abhängt
- Die Nachfrage nach Schönheits- und Pflegeprodukten gilt als vergleichsweise stabil und wächst mit Einkommen, Urbanisierung und Pflegebewusstsein.
- Produktinnovationen und starke Marken ermöglichen höhere Verkaufspreise und einen vorteilhaften Produktmix, besonders in Luxe und Dermatological Beauty.
- Die geografische Breite und der Ausbau des Onlinehandels erschließen Wachstum in Schwellenländern und bei neuen Kundengruppen.
Risiken
- Schwächere Konsumlaune oder Kaufzurückhaltung bei Prestigeprodukten, etwa in wichtigen Märkten wie China, kann das Wachstum bremsen.
- Wechselkursschwankungen belasten die in Euro berichteten Ergebnisse, da ein Großteil der Erlöse in anderen Währungen anfällt.
- Regulatorische Auflagen, Produktsicherheitsfragen und Reputationsschäden können Marken beschädigen und Kosten erhöhen.
Worauf du bei L'Oréal achten solltest
Die operative Marge zeigt, ob Markenstärke und Preissetzungsmacht trotz hoher Ausgaben für Werbung und Forschung in nachhaltige Profitabilität münden.