Jenoptik JEN.DE
Was macht Jenoptik?
Jenoptik ist ein Technologiekonzern mit Sitz in Jena, der auf Photonik spezialisiert ist. Das Unternehmen entwickelt und fertigt optische, laserbasierte und sensorische Systeme, Module und Komponenten. Dazu zählen Bildgebungslösungen und Kameras, Laser und Lasersysteme, Optiken und Mikrooptiken sowie Mess- und Prüftechnik für industrielle Fertigungsprozesse. Ein großer Teil des Geschäfts besteht aus der Zulieferung als Entwicklungs- und Fertigungspartner für industrielle Kunden.
Die Geschäftstätigkeit gliedert sich in die Bereiche Semiconductor & Advanced Manufacturing, Biophotonics, Metrology & Production Solutions sowie Smart Mobility Solutions. Zu den Kunden zählen vor allem Hersteller von Halbleiterausrüstung, Medizin- und Analysetechnik sowie der Automobilindustrie. Hinzu kommen öffentliche Auftraggeber im Bereich Verkehrssicherheit und Verkehrsüberwachung. Im Wettbewerb positioniert sich Jenoptik als spezialisierter Anbieter von Nischenlösungen mit hoher technologischer Tiefe, der sich gegenüber größeren Konzernen und anderen Photonikanbietern über Applikationswissen und langfristige Kundenbeziehungen behauptet.
Score-Profil
Rang gegenüber Elektronische Bauteile (21 Unternehmen). 10 = Spitze der Gruppe, 5 = Mitte. Berechnet aus den Kennzahlen unten, ohne KI.
Kennzahlen im Branchenvergleich
Bei Profitabilität und Qualität liegt Jenoptik im Mittelfeld der Gruppe Elektronische Bauteile (4,5/10). Beim Wachstum liegt das Unternehmen unter dem Durchschnitt der Gruppe Elektronische Bauteile (3,6/10). Bei der Bewertung (je höher, desto günstiger) liegt die Aktie über dem Durchschnitt der Gruppe Elektronische Bauteile (6,2/10). Bei der Finanzkraft liegt Jenoptik über dem Durchschnitt der Gruppe Elektronische Bauteile (6,4/10).
| Kennzahl | Aktie | Median Gruppe | Einordnung |
|---|---|---|---|
| KGV (erwartet) | 16,1x | 19,2x | besser als 64 % |
| KGV (aktuell) | 27,1x | 35,9x | besser als 76 % |
| PEG-Ratio | 1,1x | 0,9x | besser als 28 % |
| EV/EBITDA | 13,1x | 17,0x | besser als 88 % |
| Kurs-Umsatz-Verhältnis | 2,2x | 3,0x | besser als 69 % |
| Kurs-Buchwert-Verhältnis | 2,3x | 4,7x | besser als 93 % |
| Umsatzwachstum | 2,8 % | 20,3 % | besser als 12 % |
| Gewinnwachstum | 53,8 % | 51,7 % | besser als 60 % |
| Bruttomarge | 34,5 % | 34,5 % | besser als 50 % |
| Operative Marge | 13,8 % | 14,2 % | besser als 45 % |
| Nettomarge | 8,3 % | 7,0 % | besser als 55 % |
| Eigenkapitalrendite | 8,9 % | 12,5 % | besser als 31 % |
| Verschuldungsgrad (D/E) | 42,4 % | 43,4 % | besser als 55 % |
| Liquidität 3. Grades | 2,4x | 1,9x | besser als 63 % |
| Free-Cashflow-Rendite | 4,0 % | 1,9 % | besser als 74 % |
| Dividendenrendite | 1,0 % | 0,8 % | – |
| Ausschüttungsquote | 26,5 % | 27,5 % | – |
| Beta | 1,19 | 1,24 | – |
Bewertung: Was ist Jenoptik wert?
Zwei Bewertungswege – ein Discounted-Cashflow-Modell und die Bewertung mit den Median-Multiplikatoren der Branche – ergeben für Jenoptik eine Modell-Spanne von 19,99 EUR bis 54,32 EUR je Aktie.
9 Analysten, mittlere Empfehlung „Kaufen“, durchschnittliches Kursziel 50,56 EUR (+23,8 %).
Die vollständige DCF-Matrix, den Reverse-DCF (welches Wachstum der Kurs voraussetzt) und Szenarien enthält die Pro-Analyse.
Wovon das Geschäft abhängt
- Die Nachfrage der Halbleiterausrüster nach Optik- und Sensorikkomponenten beeinflusst Auslastung und Ergebnis maßgeblich.
- Investitionen in industrielle Fertigung, Messtechnik und Automatisierung bestimmen den Absatz von Mess- und Produktionslösungen.
- Öffentliche Aufträge für Verkehrssicherheit und Verkehrsüberwachung sorgen für projektbezogene Umsätze und tragen zur Diversifikation bei.
Risiken
- Die Abhängigkeit von zyklischen Branchen wie Halbleiter- und Automobilindustrie macht Umsatz und Ertrag schwankungsanfällig.
- Wenige große Kunden in einzelnen Segmenten können bei Auftragsverschiebungen oder Insourcing zu spürbaren Ausfällen führen.
- Technologiewandel, Wettbewerbsdruck und geopolitische Handelsbeschränkungen können Marktzugang, Lieferketten und Margen belasten.
Worauf du bei Jenoptik achten solltest
Die EBITDA-Marge zeigt, wie profitabel das Unternehmen trotz hoher Entwicklungs- und Fertigungskosten im zyklischen Photonikgeschäft arbeitet und wie gut Preissetzung und Auslastung gelingen.