Intel INTC
Was macht Intel?
Intel entwickelt, fertigt und vermarktet Prozessoren und verwandte Halbleiterprodukte für Computer, Rechenzentren und eingebettete Systeme. Das Unternehmen gehört zu den wenigen Anbietern, die Chips sowohl selbst entwerfen als auch in eigenen Fabriken produzieren. Das Geschäft gliedert sich in drei Bereiche: Client Computing mit CPUs für Notebooks und Desktop-Rechner sowie Grafik- und Konnektivitätsprodukten, Data Center und KI mit Server-Prozessoren, Beschleunigern und Netzwerkprodukten sowie Intel Foundry, das Fertigungsleistungen und Gehäusetechnik anbietet.
Abnehmer sind vor allem PC-Hersteller, Cloud-Anbieter, Serverhersteller und Unternehmenskunden, die über eigene Vertriebsteams und Distributoren beliefert werden. Im Markt für x86-Prozessoren steht Intel vor allem im Wettbewerb mit AMD, bei KI-Beschleunigern mit Nvidia und weiteren Anbietern. Bei Auftragsfertigung konkurriert die Foundry-Sparte mit etablierten Anbietern wie TSMC und Samsung. Die Positionierung hängt stark davon ab, ob Intel bei Fertigungstechnologie und Produktarchitektur mit der Konkurrenz Schritt hält.
Score-Profil
Rang gegenüber Halbleiter (41 Unternehmen). 10 = Spitze der Gruppe, 5 = Mitte. Berechnet aus den Kennzahlen unten, ohne KI.
Kennzahlen im Branchenvergleich
Bei Profitabilität und Qualität liegt Intel unter dem Durchschnitt der Gruppe Halbleiter (2,1/10). Beim Wachstum liegt das Unternehmen im Mittelfeld der Gruppe Halbleiter (4,4/10). Bei der Bewertung (je höher, desto günstiger) liegt die Aktie unter dem Durchschnitt der Gruppe Halbleiter (3,3/10). Bei der Finanzkraft liegt Intel unter dem Durchschnitt der Gruppe Halbleiter (3,0/10).
| Kennzahl | Aktie | Median Gruppe | Einordnung |
|---|---|---|---|
| KGV (erwartet) | 43,9x | 21,2x | besser als 12 % |
| PEG-Ratio | 1,4x | 0,9x | besser als 40 % |
| EV/EBITDA | 30,2x | 26,0x | besser als 40 % |
| Kurs-Umsatz-Verhältnis | 8,9x | 7,9x | besser als 40 % |
| Kurs-Buchwert-Verhältnis | 5,5x | 5,8x | besser als 51 % |
| Umsatzwachstum | 25,4 % | 21,7 % | besser als 60 % |
| Gewinnwachstum | 0,0 % | 10,6 % | besser als 29 % |
| Bruttomarge | 38,9 % | 53,2 % | besser als 21 % |
| Operative Marge | 12,2 % | 14,0 % | besser als 45 % |
| Nettomarge | -19,8 % | 7,8 % | besser als 6 % |
| Eigenkapitalrendite | -10,7 % | 7,2 % | besser als 11 % |
| Verschuldungsgrad (D/E) | 49,0 % | 31,5 % | besser als 35 % |
| Liquidität 3. Grades | 1,6x | 3,2x | besser als 11 % |
| Free-Cashflow-Rendite | 1,0 % | 1,0 % | besser als 44 % |
| Dividendenrendite | 0,0 % | 1,2 % | – |
| Ausschüttungsquote | 0,0 % | 42,4 % | – |
| Beta | 2,23 | 1,83 | – |
Bewertung: Was ist Intel wert?
Zwei Bewertungswege – ein Discounted-Cashflow-Modell und die Bewertung mit den Median-Multiplikatoren der Branche – ergeben für Intel eine Modell-Spanne von 46,12 USD bis 81,93 USD je Aktie.
42 Analysten, mittlere Empfehlung „Kaufen“, durchschnittliches Kursziel 117,71 USD (+23,2 %).
Die vollständige DCF-Matrix, den Reverse-DCF (welches Wachstum der Kurs voraussetzt) und Szenarien enthält die Pro-Analyse.
Wovon das Geschäft abhängt
- Die Nachfrage nach PCs und Notebooks bestimmt maßgeblich den Absatz im Segment Client Computing.
- Investitionen von Cloud-Anbietern und Unternehmen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur prägen das Geschäft mit Server-Prozessoren.
- Die Auslastung der Fabriken und der Erfolg neuer Fertigungsverfahren beeinflussen Kosten, Margen und das Foundry-Geschäft.
Risiken
- Marktanteilsverluste an AMD, Nvidia und Anbieter Arm-basierter Prozessoren können Preise und Margen unter Druck setzen.
- Verzögerungen oder Qualitätsprobleme bei neuen Fertigungstechnologien gefährden die Wettbewerbsfähigkeit und belasten die Rentabilität.
- Der Aufbau eigener Fertigungskapazitäten bindet sehr viel Kapital und erhöht die Abhängigkeit von Konjunktur und Auslastung.
Worauf du bei Intel achten solltest
Die Bruttomarge ist besonders aussagekräftig, da sie zeigt, ob Produktmix, Fabrikauslastung und Fertigungskosten des kapitalintensiven Geschäftsmodells zusammenpassen.