AMD AMD
Was macht AMD?
Advanced Micro Devices ist ein US-amerikanischer Halbleiterhersteller, der Prozessoren, Grafikprozessoren und KI-Beschleuniger entwickelt. Die Chips werden nicht selbst gefertigt, sondern von externen Auftragsfertigern produziert. Das Unternehmen berichtet in drei Segmenten: Rechenzentrum, Client und Gaming sowie Embedded.
Im Rechenzentrum liefert AMD Server-Prozessoren der EPYC-Reihe und Instinct-Beschleuniger für KI-Anwendungen an Cloud-Anbieter und Unternehmen. Das Segment Client und Gaming umfasst Ryzen-Prozessoren für PCs, Radeon-Grafikkarten und Chips für Spielkonsolen. Embedded bündelt adaptive Chips, FPGAs und Systemlösungen für Industrie, Kommunikation und Automobil. Im Wettbewerb tritt AMD bei Prozessoren vor allem gegen Intel an, bei KI-Beschleunigern und Grafikchips gegen Nvidia. Die Position stützt sich auf Chiplet-Architekturen, ein breites Produktportfolio und wachsende Softwareangebote, wobei das KI-Softwareumfeld des Marktführers einen erheblichen Vorsprung bietet.
Score-Profil
Rang gegenüber Halbleiter (41 Unternehmen). 10 = Spitze der Gruppe, 5 = Mitte. Berechnet aus den Kennzahlen unten, ohne KI.
Kennzahlen im Branchenvergleich
Bei Profitabilität und Qualität liegt AMD über dem Durchschnitt der Gruppe Halbleiter (6,1/10). Beim Wachstum liegt das Unternehmen im Spitzenfeld der Gruppe Halbleiter (8,0/10). Bei der Bewertung (je höher, desto günstiger) liegt die Aktie unter dem Durchschnitt der Gruppe Halbleiter (2,6/10). Bei der Finanzkraft liegt AMD im Mittelfeld der Gruppe Halbleiter (5,1/10).
| Kennzahl | Aktie | Median Gruppe | Einordnung |
|---|---|---|---|
| KGV (erwartet) | 36,5x | 21,2x | besser als 19 % |
| KGV (aktuell) | 147,6x | 50,9x | besser als 16 % |
| PEG-Ratio | 0,5x | 0,9x | besser als 72 % |
| EV/EBITDA | 94,7x | 26,0x | besser als 2 % |
| Kurs-Umsatz-Verhältnis | 22,9x | 7,9x | besser als 11 % |
| Kurs-Buchwert-Verhältnis | 14,0x | 5,8x | besser als 21 % |
| Umsatzwachstum | 50,1 % | 21,7 % | besser als 82 % |
| Gewinnwachstum | 159,5 % | 10,6 % | besser als 79 % |
| Bruttomarge | 55,7 % | 53,2 % | besser als 60 % |
| Operative Marge | 17,3 % | 14,0 % | besser als 62 % |
| Nettomarge | 15,6 % | 7,8 % | besser als 65 % |
| Eigenkapitalrendite | 10,2 % | 7,2 % | besser als 57 % |
| Verschuldungsgrad (D/E) | 6,4 % | 31,5 % | besser als 70 % |
| Liquidität 3. Grades | 2,6x | 3,2x | besser als 43 % |
| Free-Cashflow-Rendite | 0,9 % | 1,0 % | besser als 41 % |
| Dividendenrendite | 0,0 % | 1,2 % | – |
| Ausschüttungsquote | 0,0 % | 42,4 % | – |
| Beta | 2,45 | 1,83 | – |
Bewertung: Was ist AMD wert?
Zwei Bewertungswege – ein Discounted-Cashflow-Modell und die Bewertung mit den Median-Multiplikatoren der Branche – ergeben für AMD eine Modell-Spanne von 335,97 USD bis 335,97 USD je Aktie.
50 Analysten, mittlere Empfehlung „Starker Kauf“, durchschnittliches Kursziel 637,61 USD (+10,2 %).
Die vollständige DCF-Matrix, den Reverse-DCF (welches Wachstum der Kurs voraussetzt) und Szenarien enthält die Pro-Analyse.
Wovon das Geschäft abhängt
- Die Nachfrage von Cloud-Anbietern und Unternehmen nach Server-Prozessoren und KI-Beschleunigern bestimmt maßgeblich das Wachstum im Rechenzentrum.
- Der Absatzzyklus bei PCs, Grafikkarten und Spielkonsolen beeinflusst Umsatz und Auslastung im Segment Client und Gaming.
- Technologische Führungsposition bei Architektur und Fertigungsprozessen wirkt sich auf Marktanteile und Produktmix aus.
Risiken
- Die Abhängigkeit von wenigen externen Auftragsfertigern macht AMD anfällig für Lieferengpässe und geopolitische Spannungen in der Region.
- Starke Konkurrenz durch Nvidia und Intel kann Preise, Marktanteile und Margen unter Druck setzen.
- Exportbeschränkungen und die Zyklik der Halbleiterbranche können Absatz und Planbarkeit erheblich beeinträchtigen.
Worauf du bei AMD achten solltest
Die Bruttomarge ist besonders aufschlussreich, da sie zeigt, ob AMD mit margenstarken Rechenzentrumsprodukten Preismacht gegenüber dem zyklischen PC- und Konsolengeschäft behält.