Airbnb ABNB
Was macht Airbnb?
Airbnb betreibt einen globalen Online-Marktplatz, der Gastgeber und Gäste zusammenbringt. Über Website und App lassen sich private Unterkünfte, Erlebnisse und weitere Dienstleistungen buchen. Das Unternehmen besitzt in der Regel keine Immobilien selbst, sondern fungiert als Vermittler und stellt Technologie, Zahlungsabwicklung, Bewertungssysteme und Kundenservice bereit. Auch Geschenkgutscheine gehören zum Angebot.
Umsatz erzielt Airbnb vor allem über Servicegebühren, die bei erfolgreichen Buchungen sowohl von Gästen als auch von Gastgebern erhoben werden. Zusätzlich entstehen Erlöse aus Erlebnissen und ergänzenden Services. Im Wettbewerb steht das Unternehmen sowohl Online-Reiseplattformen und klassischen Hotelketten als auch anderen Anbietern von Ferienunterkünften gegenüber. Seine Stärken liegen in der bekannten Marke, dem breiten und vielfältigen Angebot sowie dem Netzwerkeffekt aus Gastgebern und Gästen. Ein hoher Anteil direkter und unbezahlter Zugriffe senkt tendenziell die Abhängigkeit von Werbeausgaben bei Suchmaschinen.
Score-Profil
Rang gegenüber Reisedienstleister (9 Unternehmen). 10 = Spitze der Gruppe, 5 = Mitte. Berechnet aus den Kennzahlen unten, ohne KI.
Kennzahlen im Branchenvergleich
Bei Profitabilität und Qualität liegt Airbnb über dem Durchschnitt der Gruppe Reisedienstleister (6,4/10). Beim Wachstum liegt das Unternehmen über dem Durchschnitt der Gruppe Reisedienstleister (7,2/10). Bei der Bewertung (je höher, desto günstiger) liegt die Aktie im unteren Fünftel der Gruppe Reisedienstleister (1,1/10). Bei der Finanzkraft liegt Airbnb über dem Durchschnitt der Gruppe Reisedienstleister (6,1/10).
| Kennzahl | Aktie | Median Gruppe | Einordnung |
|---|---|---|---|
| KGV (erwartet) | 26,7x | 11,2x | besser als 17 % |
| KGV (aktuell) | 37,8x | 17,7x | besser als 17 % |
| PEG-Ratio | 1,4x | 1,1x | besser als 17 % |
| EV/EBITDA | 32,6x | 11,2x | besser als 6 % |
| Kurs-Umsatz-Verhältnis | 7,6x | 2,1x | besser als 6 % |
| Kurs-Buchwert-Verhältnis | 12,6x | 2,9x | besser als 21 % |
| Umsatzwachstum | 16,5 % | 8,1 % | besser als 94 % |
| Gewinnwachstum | 33,4 % | 33,4 % | besser als 50 % |
| Bruttomarge | 82,9 % | 64,0 % | besser als 61 % |
| Operative Marge | 21,0 % | 19,2 % | besser als 61 % |
| Nettomarge | 20,5 % | 11,4 % | besser als 72 % |
| Eigenkapitalrendite | 34,5 % | 24,0 % | besser als 61 % |
| Verschuldungsgrad (D/E) | 32,0 % | 134,9 % | besser als 72 % |
| Liquidität 3. Grades | 1,4x | 1,1x | besser als 61 % |
| Free-Cashflow-Rendite | 3,2 % | 3,2 % | besser als 50 % |
| Dividendenrendite | 0,0 % | 1,6 % | – |
| Ausschüttungsquote | 0,0 % | 19,8 % | – |
| Beta | 1,24 | 1,30 | – |
Bewertung: Was ist Airbnb wert?
Zwei Bewertungswege – ein Discounted-Cashflow-Modell und die Bewertung mit den Median-Multiplikatoren der Branche – ergeben für Airbnb eine Modell-Spanne von 67,35 USD bis 178,88 USD je Aktie.
40 Analysten, mittlere Empfehlung „Kaufen“, durchschnittliches Kursziel 183,95 USD (+10,8 %).
Die vollständige DCF-Matrix, den Reverse-DCF (welches Wachstum der Kurs voraussetzt) und Szenarien enthält die Pro-Analyse.
Wovon das Geschäft abhängt
- Die Zahl der gebuchten Nächte und Erlebnisse bestimmt maßgeblich das Transaktionsvolumen, auf das die Gebühren anfallen.
- Der durchschnittliche Preis pro Nacht und die Gebührenstruktur beeinflussen, wie viel Umsatz je Buchung entsteht.
- Ein wachsendes Angebot an Gastgebern sowie eine starke Marke fördern Netzwerkeffekte und halten die Kundengewinnungskosten begrenzt.
Risiken
- Regulierung von Kurzzeitvermietungen, etwa Registrierungspflichten, Übernachtungslimits oder Verbote in einzelnen Städten, kann das Angebot erheblich einschränken.
- Reiseausgaben reagieren empfindlich auf Konjunktur, Krisen, Pandemien und geopolitische Ereignisse, was die Nachfrage schwanken lässt.
- Intensiver Wettbewerb durch Hotels und Online-Reiseplattformen sowie Haftungs- und Sicherheitsfragen können Reputation und Margen belasten.
Worauf du bei Airbnb achten solltest
Das Bruttobuchungsvolumen ist besonders aussagekräftig, da es als Basis für die Gebühren die Nachfrage auf der Plattform früher und direkter abbildet als der Umsatz.