Wacker Chemie WCH.DE
Was macht Wacker Chemie?
Wacker Chemie ist ein global tätiger Spezialchemiekonzern mit Sitz in München. Das Unternehmen stellt Silane, Siloxane, Silikonprodukte, pyrogene Kieselsäure sowie Dispersionspulver und Dispersionen als Bindemittel her. Hinzu kommen biotechnologische Produkte wie Cyclodextrine, Cystein und pharmazeutische Proteine. Das Geschäft gliedert sich in die Segmente Silicones, Polymers, Biosolutions und Polysilicon.
Abnehmer sind vor allem die Bauwirtschaft, die Automobil- und Elektronikindustrie, der Konsumgüter- und Pharmabereich sowie die Halbleiter- und Solarbranche. Wacker verfügt über einen hohen Grad an Verbundproduktion, bei dem Nebenprodukte und Zwischenstufen intern weiterverwendet werden. Im Wettbewerb gehört der Konzern bei Silikonen zu den großen westlichen Anbietern und konkurriert mit weiteren internationalen Chemiekonzernen sowie zunehmend mit asiatischen Herstellern. Bei hochreinem Polysilizium ist die Position besonders von Qualitätsanforderungen der Halbleiterindustrie und vom Preisdruck im Solarmarkt geprägt.
Score-Profil
Rang gegenüber Spezialchemie (37 Unternehmen). 10 = Spitze der Gruppe, 5 = Mitte. Berechnet aus den Kennzahlen unten, ohne KI.
Kennzahlen im Branchenvergleich
Bei Profitabilität und Qualität liegt Wacker Chemie im unteren Fünftel der Gruppe Spezialchemie (1,0/10). Beim Wachstum liegt das Unternehmen im Mittelfeld der Gruppe Spezialchemie (4,5/10). Bei der Bewertung (je höher, desto günstiger) liegt die Aktie im Mittelfeld der Gruppe Spezialchemie (4,7/10). Bei der Finanzkraft liegt Wacker Chemie im Spitzenfeld der Gruppe Spezialchemie (8,1/10).
| Kennzahl | Aktie | Median Gruppe | Einordnung |
|---|---|---|---|
| KGV (erwartet) | 27,9x | 16,3x | besser als 12 % |
| PEG-Ratio | 5,2x | 1,8x | besser als 10 % |
| EV/EBITDA | 8,2x | 11,9x | besser als 88 % |
| Kurs-Umsatz-Verhältnis | 0,8x | 1,4x | besser als 80 % |
| Kurs-Buchwert-Verhältnis | 1,0x | 2,2x | besser als 93 % |
| Umsatzwachstum | 7,4 % | 7,3 % | besser als 53 % |
| Gewinnwachstum | 0,0 % | 0,0 % | besser als 38 % |
| Bruttomarge | 15,7 % | 31,5 % | besser als 12 % |
| Operative Marge | 6,3 % | 13,2 % | besser als 12 % |
| Nettomarge | -7,9 % | 5,0 % | besser als 7 % |
| Eigenkapitalrendite | -9,6 % | 8,3 % | besser als 10 % |
| Verschuldungsgrad (D/E) | 55,0 % | 68,7 % | besser als 68 % |
| Liquidität 3. Grades | 2,7x | 1,8x | besser als 88 % |
| Free-Cashflow-Rendite | 11,8 % | 4,4 % | besser als 88 % |
| Dividendenrendite | 3,0 % | 1,8 % | – |
| Beta | 0,73 | 0,94 | – |
Bewertung: Was ist Wacker Chemie wert?
Zwei Bewertungswege – ein Discounted-Cashflow-Modell und die Bewertung mit den Median-Multiplikatoren der Branche – ergeben für Wacker Chemie eine Modell-Spanne von 48,63 EUR bis 127,53 EUR je Aktie.
11 Analysten, mittlere Empfehlung „Halten“, durchschnittliches Kursziel 90,73 EUR (+9,1 %).
Die vollständige DCF-Matrix, den Reverse-DCF (welches Wachstum der Kurs voraussetzt) und Szenarien enthält die Pro-Analyse.
Wovon das Geschäft abhängt
- Die Nachfrage aus Bau, Automobil, Elektronik und Konsumgütern bestimmt maßgeblich die Auslastung der Silikon- und Polymersparten.
- Der Absatz von Polysilizium hängt von der Entwicklung der Halbleiter- und Solarindustrie sowie vom jeweiligen Preisniveau ab.
- Die Verbundproduktion und technologische Spezialisierung ermöglichen Kostenvorteile und bessere Margen bei höherwertigen Produkten.
Risiken
- Hohe Energie- und Rohstoffkosten am Standort Deutschland belasten die Wettbewerbsfähigkeit, vor allem gegenüber asiatischen Herstellern.
- Das Polysiliziumgeschäft ist stark zyklisch und von Überkapazitäten sowie handelspolitischen Eingriffen im Solarmarkt abhängig.
- Konjunkturschwäche in zentralen Abnehmerbranchen wie Bau und Automobil kann Absatz und Auslastung der kapitalintensiven Anlagen belasten.
Worauf du bei Wacker Chemie achten solltest
Die operative Marge (EBITDA-Marge) ist aussagekräftig, da sie zeigt, wie gut der Konzern Preis- und Kostenschwankungen in einem kapitalintensiven, zyklischen Geschäft auffängt.