Linde LIN
Was macht Linde?
Linde ist einer der weltweit größten Anbieter von Industriegasen. Das Produktangebot umfasst Luftgase wie Sauerstoff, Stickstoff und Argon sowie Prozessgase wie Wasserstoff, Helium, Kohlendioxid und Spezialgase für die Elektronikindustrie. Beliefert werden unter anderem Gesundheitswesen, Chemie und Energie, Metallverarbeitung und Bergbau, Lebensmittel und Getränke, Fertigung sowie Halbleiter- und Elektronikhersteller.
Geld verdient das Unternehmen überwiegend mit der Lieferung von Gasen, entweder als Flüssiggas per Lkw, in Flaschen oder über Pipelines und direkt am Kundenstandort errichtete Anlagen. Dabei sind langfristige Lieferverträge mit Mindestabnahmemengen und Preisanpassungsklauseln üblich. Ergänzend plant und baut Linde schlüsselfertige Anlagen für Dritte, etwa Luftzerlegungs-, Wasserstoff- und Synthesegasanlagen. Wegen hoher Investitionskosten, regionaler Verteilnetze und enger Kundenbindung ist die Branche stark konsolidiert; Linde zählt mit wenigen Wettbewerbern zu den marktbestimmenden Anbietern und verfügt über eine breite geografische Präsenz.
Score-Profil
Rang gegenüber Spezialchemie (37 Unternehmen). 10 = Spitze der Gruppe, 5 = Mitte. Berechnet aus den Kennzahlen unten, ohne KI.
Kennzahlen im Branchenvergleich
Bei Profitabilität und Qualität liegt Linde im Spitzenfeld der Gruppe Spezialchemie (9,2/10). Beim Wachstum liegt das Unternehmen über dem Durchschnitt der Gruppe Spezialchemie (6,2/10). Bei der Bewertung (je höher, desto günstiger) liegt die Aktie unter dem Durchschnitt der Gruppe Spezialchemie (2,2/10). Bei der Finanzkraft liegt Linde unter dem Durchschnitt der Gruppe Spezialchemie (2,8/10).
| Kennzahl | Aktie | Median Gruppe | Einordnung |
|---|---|---|---|
| KGV (erwartet) | 26,0x | 16,3x | besser als 23 % |
| KGV (aktuell) | 32,8x | 29,0x | besser als 41 % |
| PEG-Ratio | 2,0x | 1,8x | besser als 44 % |
| EV/EBITDA | 18,8x | 11,9x | besser als 20 % |
| Kurs-Umsatz-Verhältnis | 6,6x | 1,4x | besser als 1 % |
| Kurs-Buchwert-Verhältnis | 6,0x | 2,2x | besser als 17 % |
| Umsatzwachstum | 9,3 % | 7,3 % | besser als 64 % |
| Gewinnwachstum | 11,3 % | 0,0 % | besser als 61 % |
| Bruttomarge | 48,4 % | 31,5 % | besser als 93 % |
| Operative Marge | 28,1 % | 13,2 % | besser als 96 % |
| Nettomarge | 20,4 % | 5,0 % | besser als 99 % |
| Eigenkapitalrendite | 18,4 % | 8,3 % | besser als 79 % |
| Verschuldungsgrad (D/E) | 69,0 % | 68,7 % | besser als 49 % |
| Liquidität 3. Grades | 0,9x | 1,8x | besser als 4 % |
| Free-Cashflow-Rendite | 1,8 % | 4,4 % | besser als 31 % |
| Dividendenrendite | 1,3 % | 1,8 % | – |
| Ausschüttungsquote | 40,0 % | 40,8 % | – |
| Beta | 0,71 | 0,94 | – |
Bewertung: Was ist Linde wert?
Zwei Bewertungswege – ein Discounted-Cashflow-Modell und die Bewertung mit den Median-Multiplikatoren der Branche – ergeben für Linde eine Modell-Spanne von 211,84 USD bis 338,97 USD je Aktie.
27 Analysten, mittlere Empfehlung „Kaufen“, durchschnittliches Kursziel 545,26 USD (+7,3 %).
Die vollständige DCF-Matrix, den Reverse-DCF (welches Wachstum der Kurs voraussetzt) und Szenarien enthält die Pro-Analyse.
Wovon das Geschäft abhängt
- Langfristige Lieferverträge mit Mindestabnahme und Kostenweitergabe sorgen für wiederkehrende, vergleichsweise planbare Erlöse aus dem Gasgeschäft.
- Die Nachfrage hängt von der Industrieproduktion in Abnehmerbranchen wie Chemie, Metallen, Elektronik und Gesundheitswesen ab.
- Neue Großanlagen bei Kunden und Preissetzungsmacht in regionalen Märkten stützen das strukturelle Wachstum.
Risiken
- Hohe Energiekosten sind ein wesentlicher Kostenfaktor, und eine verzögerte Weitergabe an Kunden kann die Marge belasten.
- Großprojekte, etwa im Anlagenbau und bei Wasserstoff, bergen Risiken durch Kostenüberschreitungen, Verzögerungen und Abhängigkeit von Kundenentscheidungen.
- Konjunkturschwäche in zyklischen Kundenbranchen sowie Währungs- und Regulierungsrisiken in vielen Ländern können Absatz und Ergebnis beeinträchtigen.
Worauf du bei Linde achten solltest
Die operative Marge sowie die Rendite auf das eingesetzte Kapital zeigen, ob Preisgestaltung und Kostenweitergabe funktionieren und ob die kapitalintensiven Anlagen angemessen verdienen.