Verbio VBK.DE
Was macht Verbio?
Verbio ist ein Hersteller von Biokraftstoffen und biobasierten Produkten mit Sitz in Deutschland. Das Unternehmen produziert Biodiesel, Bioethanol und Biomethan und beliefert vor allem Mineralölkonzerne, Händler und Energieversorger, die diese Produkte zur Erfüllung gesetzlicher Quoten zur Treibhausgasminderung im Verkehr einsetzen. Daneben entstehen Nebenprodukte wie Pharmaglycerin, Futtermittel, Düngemittel und Phytosterole, die in Pharma-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Agrarmärkten abgesetzt werden.
Berichtet wird in den Segmenten Biodiesel, Bioethanol/Biomethan und Sonstiges. Verbio betreibt Anlagen in Europa und ist auch in Nordamerika aktiv. Das Unternehmen nutzt überwiegend landwirtschaftliche Rohstoffe sowie Reststoffe wie Stroh und tritt mit einer starken Integration von Produktion, Logistik und Handel auf. Im Wettbewerb steht Verbio neben anderen europäischen Biokraftstoffproduzenten, Agrar- und Energiekonzernen sowie internationalen Importeuren. Technologische Entwicklungen, etwa bei Biomethan aus Reststoffen oder bei Spezialchemikalien wie Katalysatoren, sollen die Abhängigkeit vom reinen Kraftstoffgeschäft verringern.
Score-Profil
Rang gegenüber Spezialchemie (37 Unternehmen). 10 = Spitze der Gruppe, 5 = Mitte. Berechnet aus den Kennzahlen unten, ohne KI.
Kennzahlen im Branchenvergleich
Bei Profitabilität und Qualität liegt Verbio unter dem Durchschnitt der Gruppe Spezialchemie (3,5/10). Beim Wachstum liegt das Unternehmen über dem Durchschnitt der Gruppe Spezialchemie (6,6/10). Bei der Bewertung (je höher, desto günstiger) liegt die Aktie im Mittelfeld der Gruppe Spezialchemie (5,2/10). Bei der Finanzkraft liegt Verbio über dem Durchschnitt der Gruppe Spezialchemie (6,1/10).
| Kennzahl | Aktie | Median Gruppe | Einordnung |
|---|---|---|---|
| KGV (erwartet) | 11,2x | 16,3x | besser als 77 % |
| KGV (aktuell) | 28,6x | 29,0x | besser als 52 % |
| PEG-Ratio | 5,8x | 1,8x | besser als 4 % |
| EV/EBITDA | 11,4x | 11,9x | besser als 58 % |
| Kurs-Umsatz-Verhältnis | 1,0x | 1,4x | besser als 69 % |
| Kurs-Buchwert-Verhältnis | 2,3x | 2,2x | besser als 49 % |
| Umsatzwachstum | 22,7 % | 7,3 % | besser als 93 % |
| Gewinnwachstum | 0,0 % | 0,0 % | besser als 38 % |
| Bruttomarge | 18,0 % | 31,5 % | besser als 15 % |
| Operative Marge | 11,7 % | 13,2 % | besser als 42 % |
| Nettomarge | 3,4 % | 5,0 % | besser als 36 % |
| Eigenkapitalrendite | 8,2 % | 8,3 % | besser als 49 % |
| Verschuldungsgrad (D/E) | 27,1 % | 68,7 % | besser als 82 % |
| Liquidität 3. Grades | 1,7x | 1,8x | besser als 42 % |
| Free-Cashflow-Rendite | 4,9 % | 4,4 % | besser als 58 % |
| Dividendenrendite | 0,0 % | 1,8 % | – |
| Ausschüttungsquote | 0,0 % | 40,8 % | – |
| Beta | 0,06 | 0,94 | – |
Bewertung: Was ist Verbio wert?
Zwei Bewertungswege – ein Discounted-Cashflow-Modell und die Bewertung mit den Median-Multiplikatoren der Branche – ergeben für Verbio eine Modell-Spanne von 30,57 EUR bis 60,52 EUR je Aktie.
4 Analysten, mittlere Empfehlung „Starker Kauf“, durchschnittliches Kursziel 45,00 EUR (+54,4 %).
Die vollständige DCF-Matrix, den Reverse-DCF (welches Wachstum der Kurs voraussetzt) und Szenarien enthält die Pro-Analyse.
Wovon das Geschäft abhängt
- Gesetzliche Quoten und Regeln zur Treibhausgasminderung im Verkehr bestimmen Nachfrage und Preise für Biokraftstoffe maßgeblich.
- Die Spanne zwischen Verkaufspreisen für Biodiesel, Bioethanol und Biomethan und den Kosten für Agrarrohstoffe prägt die Profitabilität.
- Auslastung der Anlagen, Effizienz der Verfahren und der Absatz von Nebenprodukten beeinflussen die Ergebnisse zusätzlich.
Risiken
- Änderungen der politischen Förderung, Quotenregelungen oder Anrechnungsregeln können das Geschäftsmodell erheblich verändern.
- Schwankende Rohstoffpreise und Erntebedingungen sowie volatile Energie- und Kraftstoffpreise belasten die Margen.
- Importe von Biokraftstoffen aus Drittländern können den Preisdruck in Europa erhöhen und die Wettbewerbslage verschärfen.
Worauf du bei Verbio achten solltest
Die Rohertragsmarge je Segment ist besonders aussagekräftig, weil sie die Spanne zwischen Produkt- und Rohstoffpreisen zeigt, die das Ergebnis maßgeblich bestimmt.