BASF BAS.DE
Was macht BASF?
BASF ist einer der weltweit größten Chemiekonzerne mit Sitz in Ludwigshafen. Das Unternehmen betreibt einen der größten integrierten Chemiestandorte der Welt, an dem Produktionsanlagen über Energie- und Stoffströme miteinander verknüpft sind. Dieser Verbund soll Kosten senken und Ressourcen effizient nutzen.
Das Geschäft gliedert sich in sechs Segmente: Chemicals (Petrochemikalien und Zwischenprodukte), Materials (u. a. Isocyanate, Polyamide und Spezialitäten für die Kunststoffverarbeitung), Industrial Solutions (Additive, Dispersionen, Harze), Surface Technologies (u. a. Katalysatoren und Batteriematerialien), Nutrition & Care sowie Agricultural Solutions (Pflanzenschutz und Saatgut). Kunden stammen unter anderem aus Automobil, Bau, Landwirtschaft, Konsumgütern und Elektronik. Im Wettbewerb steht BASF mit anderen Großkonzernen sowie mit spezialisierten Anbietern, wobei Größe, Verbundstruktur und breite Aufstellung die Position prägen, Standortkosten in Europa aber ein struktureller Nachteil sein können.
Score-Profil
Rang gegenüber Grundstoffe (88 Unternehmen). 10 = Spitze der Gruppe, 5 = Mitte. Berechnet aus den Kennzahlen unten, ohne KI.
Kennzahlen im Branchenvergleich
Bei Profitabilität und Qualität liegt BASF im Mittelfeld der Gruppe Grundstoffe (4,4/10). Beim Wachstum liegt das Unternehmen über dem Durchschnitt der Gruppe Grundstoffe (7,1/10). Bei der Bewertung (je höher, desto günstiger) liegt die Aktie über dem Durchschnitt der Gruppe Grundstoffe (6,1/10). Bei der Finanzkraft liegt BASF im Mittelfeld der Gruppe Grundstoffe (4,1/10).
| Kennzahl | Aktie | Median Gruppe | Einordnung |
|---|---|---|---|
| KGV (erwartet) | 18,4x | 14,5x | besser als 31 % |
| KGV (aktuell) | 22,1x | 22,1x | besser als 49 % |
| PEG-Ratio | 0,7x | 1,7x | besser als 84 % |
| EV/EBITDA | 9,9x | 11,1x | besser als 58 % |
| Kurs-Umsatz-Verhältnis | 0,8x | 1,4x | besser als 69 % |
| Kurs-Buchwert-Verhältnis | 1,3x | 2,0x | besser als 82 % |
| Umsatzwachstum | 16,4 % | 8,5 % | besser als 71 % |
| Bruttomarge | 23,6 % | 27,2 % | besser als 43 % |
| Operative Marge | 5,2 % | 12,3 % | besser als 21 % |
| Nettomarge | 9,4 % | 4,6 % | besser als 71 % |
| Eigenkapitalrendite | 6,1 % | 8,0 % | besser als 40 % |
| Verschuldungsgrad (D/E) | 71,4 % | 55,0 % | besser als 36 % |
| Liquidität 3. Grades | 1,9x | 2,0x | besser als 43 % |
| Free-Cashflow-Rendite | 2,3 % | 2,6 % | besser als 45 % |
| Dividendenrendite | 4,3 % | 1,7 % | – |
| Ausschüttungsquote | 93,9 % | 34,1 % | – |
| Beta | 0,77 | 1,05 | – |
Bewertung: Was ist BASF wert?
Zwei Bewertungswege – ein Discounted-Cashflow-Modell und die Bewertung mit den Median-Multiplikatoren der Branche – ergeben für BASF eine Modell-Spanne von 37,64 EUR bis 61,48 EUR je Aktie.
18 Analysten, mittlere Empfehlung „Kaufen“, durchschnittliches Kursziel 52,94 EUR (+0,2 %).
Die vollständige DCF-Matrix, den Reverse-DCF (welches Wachstum der Kurs voraussetzt) und Szenarien enthält die Pro-Analyse.
Wovon das Geschäft abhängt
- Die Nachfrage aus zyklischen Abnehmerbranchen wie Automobil, Bau und Industrie bestimmt maßgeblich Absatzmengen und Auslastung der Anlagen.
- Die Spanne zwischen Verkaufspreisen und Rohstoff- sowie Energiekosten, vor allem bei Erdgas und Rohöl, prägt die Profitabilität.
- Das Geschäft mit Spezialchemie und Agrarprodukten sorgt für stabilere Erträge als die stärker konjunkturabhängigen Basischemikalien.
Risiken
- Hohe Energie- und Regulierungskosten in Europa können die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Produzenten in Asien und den USA schwächen.
- Konjunkturschwäche und Überkapazitäten, insbesondere in China, setzen Preise und Margen in Basischemikalien unter Druck.
- Umwelt-, Haftungs- und Sicherheitsrisiken sowie strengere Klimavorgaben erfordern hohe Investitionen und können zu Rechtsstreitigkeiten führen.
Worauf du bei BASF achten solltest
Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) im Verhältnis zum Umsatz zeigt, wie gut das Unternehmen Preis- und Kostenschwankungen im zyklischen Chemiegeschäft auffängt.