voestalpine VOE.VI
Was macht voestalpine?
voestalpine ist ein österreichischer Stahl- und Technologiekonzern mit Sitz in Linz. Der Konzern verarbeitet, entwickelt und fertigt Stahl- und Technologieprodukte und ist in fünf Bereiche gegliedert: Steel, High Performance Metals, Metal Engineering, Metal Forming sowie Holding & Group Services. Das Steel-Segment liefert warm- und kaltgewalzte sowie veredelte Flachstähle, Grobbleche und Gussprodukte, unter anderem für Automobil-, Haushaltsgeräte- und Energieanwendungen.
Die übrigen Segmente sind stärker auf Spezialprodukte ausgerichtet. High Performance Metals stellt Werkzeug- und Schnellarbeitsstähle sowie Speziallegierungen für Luftfahrt, Öl- und Gasindustrie und Energietechnik her. Metal Engineering fokussiert sich auf Schienen, Weichen, Draht und Spezialprofile für Bahninfrastruktur und Industrie. Metal Forming fertigt Präzisionsprofile und umgeformte Komponenten, vor allem für die Fahrzeugindustrie. Im Wettbewerb setzt sich das Unternehmen durch den hohen Anteil an anspruchsvollen Spezialprodukten und die Nähe zu Industriekunden von reinen Massenstahlerzeugern ab, bleibt aber den Zyklen der Stahlbranche ausgesetzt.
Score-Profil
Rang gegenüber Grundstoffe (88 Unternehmen). 10 = Spitze der Gruppe, 5 = Mitte. Berechnet aus den Kennzahlen unten, ohne KI.
Kennzahlen im Branchenvergleich
Bei Profitabilität und Qualität liegt voestalpine unter dem Durchschnitt der Gruppe Grundstoffe (3,7/10). Beim Wachstum liegt das Unternehmen im Mittelfeld der Gruppe Grundstoffe (5,1/10). Bei der Bewertung (je höher, desto günstiger) liegt die Aktie über dem Durchschnitt der Gruppe Grundstoffe (7,0/10). Bei der Finanzkraft liegt voestalpine im Mittelfeld der Gruppe Grundstoffe (5,5/10).
| Kennzahl | Aktie | Median Gruppe | Einordnung |
|---|---|---|---|
| KGV (erwartet) | 8,2x | 14,5x | besser als 90 % |
| KGV (aktuell) | 14,0x | 22,1x | besser als 80 % |
| PEG-Ratio | 5,9x | 1,7x | besser als 6 % |
| EV/EBITDA | 5,6x | 11,1x | besser als 96 % |
| Kurs-Umsatz-Verhältnis | 0,5x | 1,4x | besser als 86 % |
| Kurs-Buchwert-Verhältnis | 0,9x | 2,0x | besser als 94 % |
| Umsatzwachstum | 2,4 % | 8,5 % | besser als 20 % |
| Gewinnwachstum | 89,7 % | 0,0 % | besser als 82 % |
| Bruttomarge | 20,5 % | 27,2 % | besser als 35 % |
| Operative Marge | 7,6 % | 12,3 % | besser als 30 % |
| Nettomarge | 3,4 % | 4,6 % | besser als 43 % |
| Eigenkapitalrendite | 6,6 % | 8,0 % | besser als 42 % |
| Verschuldungsgrad (D/E) | 25,4 % | 55,0 % | besser als 71 % |
| Liquidität 3. Grades | 1,4x | 2,0x | besser als 14 % |
| Free-Cashflow-Rendite | 7,3 % | 2,6 % | besser als 82 % |
| Dividendenrendite | 1,8 % | 1,7 % | – |
| Ausschüttungsquote | 20,3 % | 34,1 % | – |
| Beta | 1,81 | 1,05 | – |
Bewertung: Was ist voestalpine wert?
Zwei Bewertungswege – ein Discounted-Cashflow-Modell und die Bewertung mit den Median-Multiplikatoren der Branche – ergeben für voestalpine eine Modell-Spanne von 25,87 EUR bis 88,48 EUR je Aktie.
10 Analysten, mittlere Empfehlung „Kaufen“, durchschnittliches Kursziel 54,41 EUR (+31,1 %).
Die vollständige DCF-Matrix, den Reverse-DCF (welches Wachstum der Kurs voraussetzt) und Szenarien enthält die Pro-Analyse.
Wovon das Geschäft abhängt
- Die Nachfrage der Automobilindustrie und des Maschinenbaus bestimmt maßgeblich Auslastung und Absatz der Flachstahl- und Umformprodukte.
- Der Anteil margenstarker Spezialwerkstoffe und Bahninfrastrukturprodukte stabilisiert die Ergebnisse gegenüber reinem Standardstahl.
- Rohstoffkosten für Eisenerz, Kokskohle und Energie sowie die Preisentwicklung am Stahlmarkt prägen die Profitabilität.
Risiken
- Konjunkturabhängigkeit der Abnehmerbranchen, insbesondere Automobil und Bauwirtschaft, führt zu stark schwankenden Auslastungen und Erträgen.
- Die Dekarbonisierung der Stahlerzeugung erfordert hohe Investitionen, und CO2-Kosten sowie regulatorische Vorgaben belasten die Kostenstruktur.
- Importdruck aus Drittländern und Handelsbeschränkungen können Preise und Wettbewerbsposition auf dem europäischen Markt beeinträchtigen.
Worauf du bei voestalpine achten solltest
Die operative Ergebnismarge (EBITDA-Marge) zeigt, wie gut der Konzern Preisschwankungen und Rohstoffkosten in einem kapitalintensiven, zyklischen Geschäft auffangen kann.