SAP SAP
Was macht SAP?
SAP ist einer der weltweit größten Anbieter von Unternehmenssoftware und hat seinen Sitz in Deutschland. Das Angebot reicht von ERP-Systemen für Finanzen, Beschaffung, Produktion und Lieferkette (SAP S/4HANA) über Personalmanagement (SuccessFactors) und Ausgabenverwaltung bis zu Lösungen für Kundenbeziehung, Analyse und Planung. Ergänzt wird dies durch die Business Technology Platform, auf der Kunden und Partner Anwendungen entwickeln, integrieren und automatisieren, sowie durch KI-Funktionen und das Business Network zur Vernetzung von Geschäftspartnern.
Geld verdient SAP vor allem mit Cloud-Abonnements, Softwarelizenzen und Wartung sowie mit Beratungs- und Supportleistungen. Zu den Kunden zählen Großkonzerne, aber auch mittelständische Unternehmen und öffentliche Einrichtungen aus nahezu allen Branchen. Im Wettbewerb profitiert SAP von der tiefen Verankerung in geschäftskritischen Prozessen, hohen Wechselkosten und einem großen Partner- und Entwicklerökosystem. Zu den Konkurrenten zählen Oracle, Microsoft, Salesforce und Workday sowie spezialisierte Cloud-Anbieter.
Score-Profil
Rang gegenüber Anwendungssoftware (71 Unternehmen). 10 = Spitze der Gruppe, 5 = Mitte. Berechnet aus den Kennzahlen unten, ohne KI.
Kennzahlen im Branchenvergleich
Bei Profitabilität und Qualität liegt SAP über dem Durchschnitt der Gruppe Anwendungssoftware (6,8/10). Beim Wachstum liegt das Unternehmen über dem Durchschnitt der Gruppe Anwendungssoftware (6,0/10). Bei der Bewertung (je höher, desto günstiger) liegt die Aktie unter dem Durchschnitt der Gruppe Anwendungssoftware (2,8/10). Bei der Finanzkraft liegt SAP im Mittelfeld der Gruppe Anwendungssoftware (4,8/10).
| Kennzahl | Aktie | Median Gruppe | Einordnung |
|---|---|---|---|
| KGV (erwartet) | 24,9x | 17,4x | besser als 26 % |
| KGV (aktuell) | 29,5x | 30,0x | besser als 51 % |
| PEG-Ratio | 1,8x | 1,5x | besser als 34 % |
| Kurs-Umsatz-Verhältnis | 6,9x | 4,8x | besser als 22 % |
| Umsatzwachstum | 13,2 % | 11,3 % | besser als 63 % |
| Gewinnwachstum | 13,4 % | 4,9 % | besser als 56 % |
| Bruttomarge | 73,6 % | 72,0 % | besser als 54 % |
| Operative Marge | 29,5 % | 13,6 % | besser als 85 % |
| Nettomarge | 20,4 % | 12,3 % | besser als 73 % |
| Eigenkapitalrendite | 18,2 % | 13,6 % | besser als 58 % |
| Verschuldungsgrad (D/E) | 22,8 % | 45,1 % | besser als 64 % |
| Liquidität 3. Grades | 1,2x | 1,2x | besser als 46 % |
| Free-Cashflow-Rendite | 3,7 % | 4,8 % | besser als 34 % |
| Dividendenrendite | 1,2 % | 1,1 % | – |
| Ausschüttungsquote | 36,5 % | 31,5 % | – |
| Beta | 0,76 | 1,00 | – |
Bewertung: Was ist SAP wert?
Zwei Bewertungswege – ein Discounted-Cashflow-Modell und die Bewertung mit den Median-Multiplikatoren der Branche – ergeben für SAP eine Modell-Spanne von 166,12 USD bis 387,84 USD je Aktie.
12 Analysten, mittlere Empfehlung „Kaufen“, durchschnittliches Kursziel 280,83 USD (+18,5 %).
Die vollständige DCF-Matrix, den Reverse-DCF (welches Wachstum der Kurs voraussetzt) und Szenarien enthält die Pro-Analyse.
Wovon das Geschäft abhängt
- Der Umsatz hängt maßgeblich vom Wechsel bestehender Kunden von lokaler Software in die Cloud und von wiederkehrenden Abonnementerlösen ab.
- Hohe Wechselkosten und die Einbindung in geschäftskritische Abläufe sichern langfristige Kundenbeziehungen und stabile Wartungs- und Abonnementerlöse.
- Zusatzverkäufe von Modulen, Plattformdiensten und KI-Funktionen an die bestehende Kundenbasis treiben Umsatz und Profitabilität.
Risiken
- Der Umstieg auf Cloud-Modelle verzögert Erlöse und kann bei Kundenzurückhaltung oder Migrationsproblemen zu Planungsunsicherheit führen.
- Wettbewerber mit starken Cloud- und KI-Angeboten könnten Marktanteile gewinnen oder den Preisdruck erhöhen.
- Schwankende IT-Budgets in Konjunkturschwächen sowie Wechselkurseffekte aufgrund des globalen Geschäfts belasten Aufträge und Ergebnis.
Worauf du bei SAP achten solltest
Der Cloud-Auftragsbestand ist besonders aussagekräftig, da er die vertraglich gesicherten künftigen Abonnementerlöse zeigt und den Erfolg des Wechsels zum Cloud-Modell widerspiegelt.