Rheinmetall RHM.DE
Was macht Rheinmetall?
Rheinmetall ist ein deutscher Rüstungs- und Technologiekonzern mit Sitz in Düsseldorf. Das Unternehmen entwickelt und fertigt militärische Fahrzeuge, Waffen, Munition sowie elektronische Systeme und beliefert überwiegend staatliche Auftraggeber wie Streitkräfte und Verteidigungsministerien. Die Geschäftstätigkeit gliedert sich in mehrere Segmente: Fahrzeugsysteme (Kampf-, Transport- und Spezialfahrzeuge, Schutz- und Turmsysteme), Waffe und Munition (Geschütze, Artilleriemunition, Treibmittel, Schutzlösungen) sowie Elektronik-Lösungen (Sensorik, Vernetzung, Führungs- und Luftverteidigungssysteme).
Im Wettbewerb gehört Rheinmetall zu den führenden europäischen Anbietern von Landsystemen und Munition. Stärken liegen in der breiten Produktpalette, der Fertigung im eigenen Haus und langjährigen Beziehungen zu NATO-Staaten. Konkurrenten sind unter anderem KNDS, BAE Systems, Leonardo, Thales und große US-Anbieter. Neben Rüstungsprojekten bestehen Kooperationen mit Partnern und Joint Ventures, mit denen das Unternehmen Technologien und Marktzugänge ergänzt. Langfristige Rahmenverträge und Serienaufträge prägen die Geschäftsstruktur.
Score-Profil
Rang gegenüber Luftfahrt & Verteidigung (36 Unternehmen). 10 = Spitze der Gruppe, 5 = Mitte. Berechnet aus den Kennzahlen unten, ohne KI.
Kennzahlen im Branchenvergleich
Bei Profitabilität und Qualität liegt Rheinmetall über dem Durchschnitt der Gruppe Luftfahrt & Verteidigung (7,2/10). Beim Wachstum liegt das Unternehmen im Mittelfeld der Gruppe Luftfahrt & Verteidigung (5,0/10). Bei der Bewertung (je höher, desto günstiger) liegt die Aktie im Mittelfeld der Gruppe Luftfahrt & Verteidigung (5,9/10). Bei der Finanzkraft liegt Rheinmetall unter dem Durchschnitt der Gruppe Luftfahrt & Verteidigung (3,6/10).
| Kennzahl | Aktie | Median Gruppe | Einordnung |
|---|---|---|---|
| KGV (erwartet) | 19,1x | 24,3x | besser als 67 % |
| KGV (aktuell) | 39,6x | 29,4x | besser als 17 % |
| PEG-Ratio | 0,4x | 1,5x | besser als 98 % |
| EV/EBITDA | 22,2x | 18,3x | besser als 33 % |
| Kurs-Umsatz-Verhältnis | 4,1x | 3,1x | besser als 37 % |
| Kurs-Buchwert-Verhältnis | 9,5x | 3,7x | besser als 22 % |
| Umsatzwachstum | 68,8 % | 13,3 % | besser als 90 % |
| Gewinnwachstum | -5,7 % | 8,9 % | besser als 10 % |
| Bruttomarge | 52,2 % | 22,4 % | besser als 88 % |
| Operative Marge | 14,4 % | 10,7 % | besser als 72 % |
| Nettomarge | 6,3 % | 7,0 % | besser als 49 % |
| Eigenkapitalrendite | 25,7 % | 11,9 % | besser als 81 % |
| Verschuldungsgrad (D/E) | 51,6 % | 52,5 % | besser als 54 % |
| Liquidität 3. Grades | 1,0x | 2,1x | besser als 4 % |
| Free-Cashflow-Rendite | 1,4 % | 1,4 % | besser als 49 % |
| Dividendenrendite | 1,1 % | 0,8 % | – |
| Ausschüttungsquote | 44,7 % | 26,9 % | – |
| Beta | 0,48 | 0,96 | – |
Bewertung: Was ist Rheinmetall wert?
Zwei Bewertungswege – ein Discounted-Cashflow-Modell und die Bewertung mit den Median-Multiplikatoren der Branche – ergeben für Rheinmetall eine Modell-Spanne von 687,68 EUR bis 1.288,29 EUR je Aktie.
21 Analysten, mittlere Empfehlung „Kaufen“, durchschnittliches Kursziel 1.552,24 EUR (+53,4 %).
Die vollständige DCF-Matrix, den Reverse-DCF (welches Wachstum der Kurs voraussetzt) und Szenarien enthält die Pro-Analyse.
Wovon das Geschäft abhängt
- Die Höhe der Verteidigungshaushalte und die Beschaffungsprogramme von NATO-Staaten bestimmen maßgeblich die Auftragslage.
- Langfristige Rahmenverträge und ein hoher Auftragsbestand sorgen für Planbarkeit bei Produktion und Umsatzrealisierung.
- Auslastung und Ausbau der Fertigungskapazitäten, vor allem bei Munition, beeinflussen Wachstum und Profitabilität.
Risiken
- Die Abhängigkeit von staatlichen Auftraggebern macht das Geschäft anfällig für politische Entscheidungen und Haushaltsverschiebungen.
- Rüstungsexporte unterliegen Genehmigungspflichten, die sich kurzfristig ändern oder Lieferungen verzögern können.
- Komplexe Großprojekte bergen Risiken bei Kosten, Lieferterminen sowie Lieferketten und Rohstoffversorgung.
Worauf du bei Rheinmetall achten solltest
Der Auftragsbestand im Verhältnis zum Umsatz ist aussagekräftig, weil er zeigt, wie weit die Produktion bei langen Projektzyklen bereits durch Verträge gedeckt ist.