Österreichische Post POST.VI
Was macht Österreichische Post?
Die Österreichische Post ist der führende Postdienstleister Österreichs und betreibt ein dichtes Netz aus Sortierzentren, Zustellbasen und Filialen. Das Geschäft gliedert sich in die Divisionen Mail, Parcel & Logistics sowie Retail & Bank. Mail umfasst die Zustellung von Briefen, Werbesendungen, Zeitungen und Zeitschriften sowie Dienstleistungen rund um Dokumentenverarbeitung und Kundenkommunikation. Parcel & Logistics bündelt Paket-, Express- und Logistiklösungen, die neben Österreich auch Deutschland, Südost- und Osteuropa sowie die Türkei abdecken.
Die Division Retail & Bank betreibt Postfilialen und Postpartner und bietet gemeinsam mit einem Bankpartner Finanzdienstleistungen an. Erlöse stammen von Privat- und Geschäftskunden, insbesondere von Versendern im Onlinehandel, Unternehmen mit hohem Briefaufkommen und Werbetreibenden. Im Heimatmarkt verfügt das Unternehmen durch das flächendeckende Zustellnetz und den gesetzlichen Universaldienst über eine starke Stellung. Im Paketgeschäft steht es im Wettbewerb mit internationalen Integratoren und regionalen Anbietern, wobei die Auslandsmärkte fragmentierter und umkämpfter sind.
Score-Profil
Rang gegenüber Logistik (14 Unternehmen). 10 = Spitze der Gruppe, 5 = Mitte. Berechnet aus den Kennzahlen unten, ohne KI.
Kennzahlen im Branchenvergleich
Bei Profitabilität und Qualität liegt Österreichische Post unter dem Durchschnitt der Gruppe Logistik (4,0/10). Beim Wachstum liegt das Unternehmen unter dem Durchschnitt der Gruppe Logistik (2,3/10). Bei der Bewertung (je höher, desto günstiger) liegt die Aktie im Mittelfeld der Gruppe Logistik (5,8/10). Bei der Finanzkraft liegt Österreichische Post unter dem Durchschnitt der Gruppe Logistik (3,0/10).
| Kennzahl | Aktie | Median Gruppe | Einordnung |
|---|---|---|---|
| KGV (erwartet) | 15,8x | 15,3x | besser als 46 % |
| KGV (aktuell) | 24,4x | 24,4x | besser als 42 % |
| PEG-Ratio | 1,2x | 1,4x | besser als 65 % |
| EV/EBITDA | 10,4x | 10,6x | besser als 54 % |
| Kurs-Umsatz-Verhältnis | 0,7x | 0,8x | besser als 68 % |
| Kurs-Buchwert-Verhältnis | 3,7x | 3,7x | besser als 50 % |
| Umsatzwachstum | 6,7 % | 7,8 % | besser als 43 % |
| Gewinnwachstum | -76,1 % | 1,7 % | besser als 4 % |
| Bruttomarge | 19,8 % | 18,5 % | besser als 61 % |
| Operative Marge | 4,4 % | 5,8 % | besser als 32 % |
| Nettomarge | 2,8 % | 4,0 % | besser als 32 % |
| Eigenkapitalrendite | 13,5 % | 15,0 % | besser als 35 % |
| Verschuldungsgrad (D/E) | 149,9 % | 80,5 % | besser als 25 % |
| Liquidität 3. Grades | 0,7x | 1,3x | besser als 4 % |
| Free-Cashflow-Rendite | 7,6 % | 6,1 % | besser als 61 % |
| Dividendenrendite | 5,9 % | 2,0 % | – |
| Ausschüttungsquote | 141,9 % | 44,7 % | – |
| Beta | 0,51 | 1,17 | – |
Bewertung: Was ist Österreichische Post wert?
Zwei Bewertungswege – ein Discounted-Cashflow-Modell und die Bewertung mit den Median-Multiplikatoren der Branche – ergeben für Österreichische Post eine Modell-Spanne von 30,20 EUR bis 62,86 EUR je Aktie.
4 Analysten, mittlere Empfehlung „—“, durchschnittliches Kursziel 32,02 EUR (+2,5 %).
Die vollständige DCF-Matrix, den Reverse-DCF (welches Wachstum der Kurs voraussetzt) und Szenarien enthält die Pro-Analyse.
Wovon das Geschäft abhängt
- Das Paketvolumen hängt maßgeblich vom Wachstum des Onlinehandels und der Stellung als Zustellpartner großer Versender ab.
- Im Briefgeschäft bestimmen Tarifanpassungen und der Rückgang adressierter Sendungen durch Digitalisierung die Ertragsentwicklung.
- Effiziente Sortier- und Zustellprozesse sowie die Auslastung des Netzes beeinflussen die Marge im Paket- und Logistikgeschäft.
Risiken
- Der strukturelle Rückgang des Briefvolumens belastet das traditionell ertragsstarke Kerngeschäft dauerhaft.
- Hoher Preisdruck und starker Wettbewerb im Paketmarkt können die Margen schmälern.
- Personalkosten, Kollektivvertragsabschlüsse und regulatorische Vorgaben des Universaldienstes erhöhen den Kostendruck.
Worauf du bei Österreichische Post achten solltest
Die operative Ergebnismarge (EBIT-Marge) je Division ist aussagekräftig, weil sie zeigt, ob wachsende Paketerlöse den Rückgang im Briefgeschäft profitabel ausgleichen.